Gegen den Tod wächst ein Kraut, aber der Geist

 

 

Was ist nach dem Tod?

Dieser Frage stellt man sich weniger. Der Vorwurf der Vertröstung steigt sofort auf und ist sogar den Theologen so in die Knochen gefahren, dass sie von einem Leben nach dem Tod kaum zu reden wagen. Schließt sich beides aus oder gibt es einen Weg, wo ein Leben im Hier und Jetzt, in dieser Welt, in diesem Leib, mit diesen Menschen voll und ganz zur Erfüllung kommt und die Tatsache des Todes miteinschließt?                                                                                                                    Sehr häufig wird der Streitpunkt, ob es Gott gibt und ob Religion sinnvoll ist, gleichgesetzt mit der Frage, ob es nach dem Tod noch „etwas gibt", ein Jenseits, ein Weiterleben, eine Verantwortung, der man sich stellen müsse. Da man aber solches nicht beweisen kann, lohne sich auch die Beschäftigung mit der Religion nicht. Der Gedanke an den Tod verderbe einem zudem die Lebensfreude und sei Ausdruck einer pessimistischen Weltsicht. Man möchte hier und jetzt leben und zwar möglichst aus dem Vollen schöpfen. Ein jugendliches Dasein, mit dem es sich erträglich leben lässt, ist einem lieber als eine vage Verheißung, die nur Anstrengung kostet. So denken die meisten. Doch es gibt auch Klügere, solche, die sich den Fragen des Lebens und des Todes in ihrem ganzen Umfang und in ihrer umfassenden Bedeutung gestellt haben, deren Geist so groß wurde, dass sie dem Tod nicht mit Angst sondern mit Sicherheit und sogar mit Freude ins Auge schauten. Von den großen Geistern sei der griechische Philosoph Sokrates + 399 v.Ch erwähnt,  der Heilige Franziskus (+1226 ), eine Frau aus unserer Zeit, zum Tod Verurteilte vor der Hinrichtung

Sokrates

 Dazu einige Sätze, die er kurz vor seinem Tod im Gespräch mit seinen Freunden geäußert hat. „In der Tat bereiten sich die echten Philosophen auf das Sterben vor und der Tod ist für sie weniger schrecklich als für andere Menschen.                                                                                                                           „Dann ist die Reise, die ich jetzt antreten muss, mit einer herrlichen Hoffnung verbunden. Dies gilt auch für jeden Menschen, der glaubt, dass sein Geist gewissermaßen gereinigt ist.... Nun aber müsst ihr glauben, dass ich bestimmte Hoffnung habe, zu guten Menschen zu kommen. Das kann ich nicht mit Gewissheit behaupten. Dass ich jedoch zu Göttern kommen werde, die besonders gute Herren sind, möchte ich mit Gewissheit behaupten......Aber schon ist es Zeit, dass wir gehen - ich um zu sterben, ihr um zu leben: wer aber von uns den besseren Weg beschreitet, das weiß niemand, es sei denn der Gott." [1]

Franziskus

 Als der Arzt ihm das annähernde Ende voraussagte, befiel  ihn kein Schrecken, sondern er heißt den Tod willkommen als seinen Bruder. Er hatte die Angst vor ihm verloren und dies nicht rein poetisch, Im Sonnengesang preist er noch einmal den Tod als seinen Bruder. Er hatte sich schon längst mit dem Tod auseinander gesetzt und ist daran nicht düster und trauernd, sondern froh und heiter und heilig geworden. Als er sich in seinem Todesleiden singen ließ und ihn ein Bruder deswegen anmahnte, sagte er: Lass mich froh sein, Bruder, und mich in meiner Schwäche im Herrn erfreuen an seiner Lobpreisungen durch die Gnade des Heiligen Geistes bin ich so mit dem Herrn vereint, dass ich in höchsten Tönen jubeln könnte"[2] Nachdem ihm sein Arzt den annähernden Zeitpunkt seines Sterbens vorausgesagt hatte, „sprach er mit großer Freude des Geistes, die sich auf seinem Antlitz spiegelte „Willkommen, mein Bruder Tod".[3]

Frau mit 45

Mir kommt der schmerzliche, aber unvergessliche Abschied der Frau eines Freundes, einer Mutter von vier Kindern in den Sinn. Sie musste mit 45 ihr noch junges Leben hergeben. Die Bekannten und Freunde, die sie in ihrem Todesleiden besuchten waren verlegen, wie sie die Sterbende trösten sollten. Sie gingen aber selbst getröstet und beglückt von ihrem Krankenbett weg.

Vor der Hinrichtung

Äußerste bewegende Zeugnisse, wie Menschen dem Tod begegnen, liefert der Priester Abbé Stock, der während des Krieges von 1942 bis 1944 Gefängnispfarrer in Paris und mehr als tausend als Widerstandskämpfer Verurteilte zur Hinrichtung führte. Er musste ihnen den Termin überbringen, er nahm ihnen die Beichte ab, reichte  ihnen die Kommunion oder feierte die Messe mit ihnen. Aus seinem Tagebuch seine einige Eintragungen erwähnt: A.D.noch ganz jung. Wollte nicht die Augen verbunden haben. Man tat es doch. Riss im letzten Augenblick die Binde ab und lächelte. Ich bete mit ihm, dann sagte er "Vous ´e` un chic type" (Sie sind ein toller Kerl") und wollte mich umarmen. Lachend schaute er dem tod ins Auge.

Von einem anderen steht in seinem Tagebuch. A.B. hatte Namenstag und sang immerzu Kirchenlieder. Er wollte singend sterben, sang am Pfahl mit klarer melodischer Stimme das Ave Maria, als das Kommando „Feuer" kam.

 Aus dem Brief eines Verteilten an seine Frau und seine Kinder: „Morgen früh um sieben Uhr erschieß man uns. Die Wege Gottes sind unerforschlich, sein Wille geschehe..

Jetzt ist es fast drei Uhr. In vier Stunden werde ich tot sein und ich fühle mich so ruhig und so heiter, dass ich mich selbst wundere... Es gibt vor allem keine Rachegedanken in unserem Herzen." [4]Abbé Stock fuhr mit den Verurteilten zum Mont Valérien, wo die Hinrichtungen stattfanden, betete unterwegs im Wagen mit ihnen die Sterbegebete, begleitete sie bis zum Pfahl und segnete sie zum letzten Mal.

Der Tod hatte für sie seinen Schrecken verloren. Eine rein physiologische Erklärung würde sagen: Der Organismus hat in seinen Zellen einen Mechanismus gespeichert, der beim Nahen des Todes ausgelöst wird. Dagegen spricht: Nicht alle starben in dieser Haltung, viele in letzter Aggression und Auflehnung. Eher dürfte man die Erkenntnis zulassen: Das Sein nach dem Tod wirft - nicht seinen Schatten - wohl aber sein Licht voraus. 

Was geschieht nach dem Tod? Ewiges Leben?

Gibt es ein Weiterleben oder sogar ein ewiges Leben? Ist er das endgültige Aus oder das Tor zum Licht, wie Menschen mit Nahtoderlebnissen berichten? Gibt es eine begründete Hoffnung für ein Leben nach dem Tod? Der christliche Glaube verspricht ewiges Leben. „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben" (Joh 11, 25/26). Dies erregt aber kaum noch Aufmerksamkeit. Warum haben diese Worte ihre Anziehung verloren? Man hat der christlichen Verkündigung vorgeworfen, sie würde vom Glück in dieser Welt ablenken und auf das Jenseits vertrösten. Der Akzent scheint hier auf dem Gedanken zu liegen, dass erst nach dem Tod die volle und wahre Lebensfreude zugelassen sei, während man sich in dieser Welt zu beherrschen habe und seinen Wünschen und Trieben enge Grenzen setzen müsse. Dieser Vorwurf trifft heute kaum noch zu. Der Grund dürfte eher darin liegen, dass den Verkündigern die Kraft der Überzeugung fehlt, dass man ihnen eine tiefe Betroffenheit von dieser bedeutsamsten Wahrheit nicht anmerkt.

Ewigkeit ist zeitlos.

Zunächst gilt es, zum Begriff „ewig" ein Missverständnis auszuräumen. Die Ewigkeit stellt man sich gewöhnlich als eine unendlich lange, nie aufhörende Zeit vor. Um Kindern die Ewigkeit zu erklären, hat man früher vom Vöglein erzählt, das alle tausend Jahre kommt, um seinen Schnabel am Gipfel eines hohen Berges zu wetzen. Wenn der Berg vom Wetzen des Schnabels abgetragen ist, ist eine Sekunde der Ewigkeit vergangen. Das Bild ist zwar sehr anschaulich, trifft aber nicht den Kern der Aussage. Denn Ewigkeit hat gar keine Sekunde.                                                           Es gibt nur ein immerwährendes Jetzt. Es ist die Zeitlosigkeit, die in den Aussagen von Dichtern, Philosophen, Religionsstiftern und Heiligen aufscheint. Deshalb können wir uns auch heute noch nach mehr als zweitausend Jahren von der Weisheit Laotses, des biblischen Kohelets, von den Worten Jesu und vom Sonnengesang des heiligen Franziskus ergreifen und inspirieren lassen oder auch von der Musik von Bach, Händel, Mozart, Beethoven.                                                        

Das Jenseits ist im Hier und Jetzt   in der Tiefe der Betroffenheit

Wir reagieren dabei mit dem Bereich unserer Persönlichkeit, der nicht an der Oberfläche des Bewusstseins, sondern in der Tiefe unserer Seele liegt. Wenn wir die die zeitlosen Aussagen auf uns selbst wirken lassen, stoßen wir zu einer tieferen Einsicht vor, was wir als beglückend und erfüllend erleben. Wir sind mit einem bisher unbekannten Teil unserer Seele in Kontakt gekommen und zu mehr Gewissheit, wir selbst geworden zu sein, im Hier und Jetzt zu leben.  Zugleich fühlen wir uns dem Autor des Textes nahe, spüren seine Gegenwart und überbrücken damit Jahrhunderte, die uns von ihm getrennt haben. Wir tauchen damit ein Stück in die Zeitlosigkeit ein. In diesem Sinn kann das Wort des dänischen Philosophen Sören Kierkegaard verstanden werden, dass jeder Augenblick, den wir als erfüllt und vollendet erleben, ein Atom der Ewigkeit ist. [5]Ewigkeit meint also nicht eine nie unterbrochene Zeit, sondern ist als Qualität im Sinne von Ergriffenheit und Tiefe der Existenz zu verstehen, in der das Eigentliche unseres Daseins, das Wahre, Gute und Schöne des Seins zum Tragen kommt.                                                                                     An der Ewigkeit teilzuhaben bedeutet:                                                                                          Im Hier und Jetzt leben -in der Tiefe des Ergriffen seins.  Was uns ergreift, ist die letzte Einheit, der einzige Punkt, der alles zusammenhält, nichts anderes als die Liebe. Unser Name ist dafür Gott, von dem gesagt wird: Gott ist die Liebe.

 Dazu sagt der Mystiker Angelus Silesius:                                                                                                                                                                                                                                         Zeit ist wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit,                                                                                                                                                                                                                                         so  du nur selber nicht, machst einen Unterscheid

Ziele jenseits der Zeit

Auf den Wandel der Einstellung kommt es an. Damit ist gemeint, ob wir die Dinge, das heißt unser Dasein, nur von außen oder von innen betrachten. Es gilt, einen Standpunkt zu finden, welcher der ganzen Wahrheit ins Auge schaut und den Erscheinungen des gesamten Lebens gerecht wird. Es gibt tatsächlich Menschen, denen diese Aufgabe gelungen ist.                                                                                      Dazu bringt Sören Kirkegaard eine anregende Parallele. Er erwähnt Sokrates, der sich voll der Behauptung „Wenn es eine Unsterblichkeit gibt" gestellt hat und auf dieses Wenn sein ganzes Leben gesetzt hat. „Er wagte es zu sterben - er hat die Flucht verweigert - und sein ganzes Leben hat er mit der Leidenschaft der Unendlichkeit so eingerichtet, dass es als annehmbar befunden werden musste[6], wenn es eine Unsterblichkeit gibt, Der bissige Kritiker der christlichen Welt will sagen: Das Schicksal nach dem Tod ist eine existentielle Wahrheit. Ich kann auf die Frage: Was geschieht nach dem Tod? Nur eine Antwort finden, wenn ich mich von ihr voll und ganz betreffen und umtreiben lasse und damit einen Prozess der Wandlung erfahre.                                                                                                                                             In diesem Umgetrieben sein wächst der Geist, er wird so groß, dass er die Angst vor dem Tod verliert. Es öffnet sich ein innerer Weg, eine Entwicklung und ein Wachstum der Persönlichkeit, die sich selbst vorantreibt, entsprechende Fragen und Bedürfnisse aufkommen lässt. Ich muss lernen, mich selbst wahrzunehmen und zu verstehen, mit mir selbst in Kontakt zu kommen und mich mit mir selbst zu versöhnen. Gemeint ist, dass ich mich von der anderen Seite meiner Persönlichkeit, die sich in einem Gespräch, in einer absoluten Stille, in einem Gedicht oder einer Musik meldet, berühren oder sogar erschüttern lasse. Dazu seien wichtige Momente empfohlen:                                                                                                                                      Nicht alles begreifen wollen, sondern sich ergreifen lassen!                                                  Nicht alles beurteilen, einordnen, treffen wollen, sondern sich betreffen lassen.                   Nicht alles erklären wollen, sondern auf sich wirken lassen!

 Der Tod ist Ziel und Vollendung

Es mag für viele überraschend sein, dass nicht ein Theologe, sondern der Psychiater und Tiefenpsychologe Carl Gustav Jung den Satz gewagt hat: „Der Tod ist Ziel und Vollendung!"[7] Hier bestätigt Jung, was über die beeindruckenden Gestalten gesagt wurde und was er selbst in seiner eigenen Lebensgeschichte und an seinen Patienten beobachtet hatte: Es gibt in der zweiten Lebenshälfte eine Entwicklung und ein Wachstum der Persönlichkeit hin zu mehr Geschlossenheit, Authentizität, sowohl zu mehr kritischem wie verstehendem Denken, zu mehr spiritueller Tiefe und Ausstrahlung. „Doch wenn wir in die Tiefe der Seele eindringen und ihr geheimnisvolles Leben zu versehen suchen, erkennen wir, dass der Tod kein sinnloses Ende ist, kein bloßes Verschwinden im Nichts -er ist Vollendung, eine reife Frucht am Lebensbaum. Auch ist der Tod kein jähes Verlöschen, sondern ein Ziel, auf welches ein halbes Leben lang hingelebt und-gearbeitet wurde."[8]

Nimm den Tod zum Ratgeber:  

Auf den Tod hin leben heißt demnach, auf die eigene Vollendung hin leben. Die Berührung mit dem Tod gibt eine eigene Lebensqualität.  Hier dürfen wir auch den alten Indianer Don Juan bei Carlos Castaneda zitieren: „Der Tod ist der einzig weise Ratgeber, den wir haben. Immer wenn du, wie es bei den meisten der Fall ist, das Gefühl hast, dass alles falsch läuft und dir das sichere Ende bevorsteht, dann wende dich an den Tod und frag ihn, ob das zutrifft. Dein Tod wird dir sagen, dass du Unrecht hast; dass nichts wirklich wichtig ist außer seiner Berührung.... Ungeheuer viel Belangloses fällt von dir ab, wenn dein Tod dir ein Zeichen gibt, wenn du einen Blick auf ihn werfen kannst, oder, wenn du einfach das Gefühl hast, dass dein Begleiter da ist und dich beobachtet".

 In einer Welt, in welcher der Tod verdrängt wird, klingen solche Ratschläge befremdend. Viele unserer Zeit können das Sterben von Angehörigen nicht aushalten und überlassen alles, was damit zu tun hat den dafür zuständigen Personen und Institutionen. In Wirklichkeit aber bedeutet die Berührung mit dem Tod eine eigene Lebensqualität.                                                                                                             Ewig ist die Fülle des Lebens

Lassen wir einmal Skepsis und Zweifel für einen Moment beiseite und die Sätze ungefiltert auf uns wirken, dann ergibt sich eine Sicht des Daseins von einem nicht mehr zu überbietendem Wert. Stellen wir uns einmal vor, wir seien ein Mensch, der das voll und ganz bejaht.  Was alles würde sich in unserem Leben umkehren?

Die Fülle des Lebens ist nach einem Traum eines Patienten C. G. Jungs die einzig legitime Quelle der Religion. So heißt es wörtlich: „Die Religion ist nicht die Steuer, die du bezahlen sollst, um das Bild der Frau entbehren zu können, denn dieses Bild ist unentbehrlich...Kein Ersatz ist die Religion, sondern sie soll als letzte Vollendung zur anderen Tätigkeit der Seele hinzukommen. Aus der Fülle deines Lebens sollst du deine Religion gebären, nur dann wirst du selig sein."[9] .Wir dürfen die Aussage Jesu vom ewigen Leben nicht trennen von seinem Wort von der  Fülle des Lebens. „Ich aber bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben" (Joh 10,10). Der Glaube an Jesus schließt, richtig verstanden, die Ewigkeit und die Fülle des Lebens ein. Es ist deshalb im Sinne Jesu, den Blick nicht in die ferne Zukunft, sondern in das Hier und Jetzt des Lebens zu lenken und zwar auf den  Anspruch der Tiefe, des Urgewissens, wie es Viktor Frankl nennt.

Nahtoderfahrungen

 Hier sollten wir die Nahtoderfahrungen, von denen glaubwürdige Personen berichten, zur Kenntnis nehmen. Es geht hier nicht um Beweise für ein Weiterleben nach dem Tod, sondern um die Folgen für das weitere Leben in dieser Welt. Die Berichte stimmen darin überein: Das Leben wird für die Betroffenen dichter, kostbarer, tiefer, ganz anders als die Oberflächlichkeit und Banalität ihrer Umgebung. Interessen und Wertvorstellungen ändern sich. Es erwacht ein Wissensdurst für existentielle Fragen, wie sie in Religion und Philosophie aufscheinen. Dies ist wiederum kein Rückzug auf eine private Insel der Seligen, vielmehr öffnet sich ein besseres Verstehen anderer, ebenso Anteilnahme an ihrem Schicksal und Verbundenheit auf einer tieferen Ebene. Das wichtigste von allem dürfte sein: Menschen mit Nahtoderfahrungen, die „vom Tod berührt wurden"  verlieren die  Angst vor dem Tod und damit vor vielen Menschen und Situationen, die das Leben behindern. Die Erfahrungen treffen sich mit der Aussage des libanesischen Dichters Khalil Gibran:

Das Geheimnis des Todes ist im Herzen des Lebens.

Literatur

Carlos Castaneda: Reise nach Ixtlan, die Lehre des Don Juan, Frankfurt/M.1975, S. 46, 47, 50

Khalil Gibran, Der Prophet, Walter Verlag Solothurn und Düsseldorf1973

Moody Raymond, Leben nach dem Tod Hamburg 1977

Ewald Günter, "Ich war Tod", Ein Naturwissenschaftler untersucht Nahtoderfahrungen, Augsburg, 1999 111

Im Angesicht des Todes leben, Christlicher Glaube in Moderner Gesellschaft Quellenband 6 ,hgb, Franz Böckle,Franz Xaver Kaufmann,Karl Rahner, Bernhard Welte, Freiburg 1983

 


[1] Platon ,Meiserdialoge, Phaidon , Zürich 1970,, 12-14

[2] Franziskus von Assisi, Legenden und Laude, übersetzt von Otto Karrer, Zürich 1986, S.273

[3] Ebenda276

[4]  Im Angesicht des Todes leben Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft, 36, Freiburg 1983  146ff

[5] So verstanden ist der Augenblick nicht eigentlich ein Atom der Zeit, sondern ein Atom der Ewigkeit." (Søren Kierkegaard: Der Begriff Angst), zit. nach Ursula Boelhauv. Lebensphilosophie und Existenzphilosophie - Seite 231 e - 2009 Google Books

[6] Sokrates hätte Gelegenheit gehabt, mithilfe von Freunden einen Fluchtversuch aus dem Gefängnis zu wagen. Er lehnte jedoch das Hilfsangebot ab, da er dem Gesetz gehorchen und für seine Sache sterben wollte. Er starb 399 v. Chr. durch den giftigen Schierlingsbecher. Sein Ende wird insbesondere in PLATONs Dialog „Phaidon" beschrieben

[7] C.G.Jung, Das symbolische Leben, GW18/2 Olten 1981, S.815

[8] .ebenda

 

[9]  C.G.Jung GW 11, S.38